Gelebte Demokratie: unsere soziokratischen Schulsprecherwahlen

Wie zwei Stammgruppen zu sechs Stammgruppen-Sprecher*innen kamen

Das war ganz schön spannend … unser soziokratischer Entscheidungsprozess. Soziokratie bedeutet, es gibt keine Verlierer und auch keine „Vetternwirtschaft“ im Sinne von „ich wähle meinen Freund, der mir dann einen Gefallen schuldet“.  Wir Kinder haben in einem intensiven Prozedere die am besten geeigneten Personen für dieses Amt gesucht … und auch gefunden.

In einem ersten Schritt sammelten wir die Aufgaben und erforderlichen Fähigkeiten für die Rolle des Stammgruppensprechers. Diese Begriffe wurden für alle Kinder verständlich notiert und so lange ergänzt und angepasst, bis sie für alle annehmbar waren. Da gab es rasch einen „soziokratischen Konsent“. Dann folgte die konkrete Nominierung von Schülern und Schülerinnen, die uns am geeignetsten erschienen. Die Vorschläge mussten jeweils mit einem Argument ergänzt werden. Schon nach wenigen Meinungsrunden konnten entsprechende Wahlvorschläge formuliert werden, die dann wieder im Konsent zu den Ergebnissen führten.

Da wir mit dieser Art der Entscheidungsfindung im Schulalltag schon etwas geübt sind, standen die diesjährigen, stolzen Verantwortungsträger*innen schnell fest. Wir sind überzeugt, aktuell die geeignetsten Kinder gefunden zu haben. In der Gruppe A übernehmen das Amt der Sprecher für das Schuljahr 2020/21 River und Theo, in der Gruppe B Finja, Samuel, Diego und Julius.