Geschichten aus dem Werkraum

Filzgeschichten
In den ersten sechs Schulwochen richteten wir für die Schulstubenkinder eine Filzwerkstatt im Werkraum her. So konnten sich alle Kinder ausgiebig über längere Zeit mit dieser alten Handwerkstechnik vertraut machen und nach Herzenslust experimentieren. Das Interessante beim Filzen war, dass sich unter unseren Händen ständig etwas bewegt und verändert hat. Aus der anfangs flauschigen, leichten Wolle wurde zunächst eine nasse, rutschige Masse, die dann behutsam behandelt werden musste, damit sie später die gewünschte Form erhielt. Die Herstellung des Wandteppichs erforderte viel Kooperation und Teamfähigkeit, Konzentration und Durchhaltevermögen von jedem einzelnen Kind. Das Ergebnis aus der Zusammenarbeit der vielen Kinderhände erfüllte alle Beteiligten mit großer Freude. Daneben entstanden viele kleine Filzbilder, Freundschaftsbändchen, Filzkügelchen und Zauberbälle. Für einige wenige Kinder stellte die Arbeit mit der nassen Wolle eine kleine Herausforderung dar, die meisten fanden aber Gefallen an der Technik und hatten großen Spaß.

Dreckgeschichten
Als Vertiefung zum Thema Erde aus den Waldtagen arbeiteten wir in der zweiten Phase im Werkraum mit Materialien wie Sand, Erde, Blätter und ähnlichem. Die Kinder stellten farbenprächtige Sandbilder und Collagen aus den Naturmaterialien her.

Kerzenschein und Feuer
Im Dezember stand das Element Feuer im Wald im Zentrum. So führten wir in einer dritten Phase dieses Thema im Werkraum im weitesten Sinne weiter und stellten mit den Kindern verschiedene Arten von Kerzen her. Einmal kneteten wir das noch warme, weiche Wachs zu einer lustigen Kerze. Als zweites konnten sich die Kinder in der Technik des Kerzenziehens versuchen. Die Ergebnisse fanden wir alle sehr ansprechend und beschlossen, unsere selbstgemachten Kerzen den Eltern zu Weihnachten zu schenken. Dafür wurden dann noch Karten mit Wachstechniken hergestellt, die älteren Kindern schrieben liebe Wünsche, die jüngeren kleine Worte oder Namen hinein.